Die Wahrheit vom 'Medicus': "Kräuter, Kruzifixe, Quacksalber - Medizin im Mittelalter" im Live-Strea

Kräuter, Kruzifixe, Quacksalber - Medizin im Mittelalter" ist eine Dokumentation, die von Denk- und Forschungsverboten der christlichen Welt erzählt und von einer toleranten und wissenschaftsfreundlichen Kultur des Islam. Eine Kultur, ohne die der medizinische Fortschritt so nicht denkbar gewesen wäre. Ein Film, der Licht bringt ins scheinbar dunkle Mittelalter.

Noah Gordons Weltbestseller "Der Medicus" gehörte zu den wenigen großen unverfilmten Historienromanen der letzten Jahrzehnte. 2013 kam Philipp Stölzls Erstverfilmung mit Tom Payne und Ben Kingsley in den Hauptrollen in die Kinos und begeisterte über 3,6 Millionen Zuschauer. Das Erste zeigt das emotionale und bildgewaltige Filmepos nun als Zweiteiler am Montag, 29., und Dienstag, 30. Dezember, jeweils um 20:15 Uhr. Im Anschluss an den zweiten Teil begibt sich die Dokumentation "Kräuter, Kruzifixe, Quacksalber – Medizin im Mittelalter" (MDR) auf Spurensuche tief hinein in die mittelalterliche Welt der Medizin – gemeinsam mit Ärzten, Naturheilkundlern und Historikern.

Was ist wahr am Medicus? Wo trifft Fiktion auf die Wirklichkeit? Die Begleitdokumentation "Kräuter, Kruzifixe, Quacksalber - Medizin im Mittelalter" zur TV-Erstausstrahlung von "Der Medicus" will es genau wissen und begibt sich auf Spurensuche, tief hinein in die mittelalterliche Welt der Medizin - gemeinsam mit Ärzten, Naturheilkundlern und Historikern. Eindrucksvolle Bilder zeugen vom frühen Einsatz von Blutegeln, von düsteren Beschwörungen, brachialen Amputationen und verbotenen Leichensektionen. Doch zum Vorschein kommt auch eine lichte Seite der Medizin, die voller überraschender Erkenntnisse steckt. Von der islamisch geprägten Welt wird die Rede sein, die damals den Fortschritt verkörpert - im Gegensatz zum christlichen Abendland.

Schauplätze in Deutschland, England und Spanien gewähren spannende Einblicke in das schon damals differenzierte Wissen über die Heilkraft der Kräuter. Warum und wie wirkt die Blutegeltherapie, die heute selbst erfahrene Schulmediziner wieder einsetzen? Wir erfahren von dem überraschend modernen Ansatz einer ganzheitlichen „Vier-Säfte-Theorie". Und in der Charité in Berlin vergleicht ein führender Transplantationschirurg das OP-Besteck des Mittelalters mit dem Besteck von heute und wir stellen mit Erstaunen fest: Die Instrumente sind fast gleich geblieben - doch der medizinische Kenntnisstand, mit dem sie zum Einsatz kommen, ist ein anderer geworden.

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